Meine 5 besten Strategien um Angst zu bewältigen

So lernst du mit der Angst zu tanzen

Nachdem die beiden letzten Posts sehr viel Persönliches und Erzählerisches beinhalteten, möchte ich dir heute wieder praktische Tipps vermitteln und zwar zum Thema Ängste. Denn wenn wir eines gemeinsam haben, dann sind das Ängste!

Auch ich kämpfe gelegentlich – oder auch des Öfteren – mit ihnen. Existenzangst ist dabei die größte. Sie zeigt sich oft und wird dabei auch sehr unangenehm. Wie ist das bei dir? Welche Angst ist bei dir am größten? Welche Angst taucht sehr häufig auf?

Ein erster Tipp

Hier habe ich dir gleich einen Tipp vorne weg: Beobachte deine Ängste. Sei dir darüber im Klaren, welche Angst genau dir wann das Leben schwer macht. Je mehr du unterscheiden kannst, desto besser wirst du mit deinen Ängsten klar kommen und sie bewältigen können.

Und noch etwas vorneweg, jetzt etwas unangenehmer, die Wahrheit: Ängste werde nie ganz weg sein. Es wird immer eine Angst geben, die sich zeigt. Vielleicht nicht immer sofort, aber sie hält sich hinter einer Ecke versteckt und wartet den passenden Moment ab – den schwachen Moment, den stillen Moment, den dunklen Moment, in dem sie wie aus dem Nichts hervorhüpft, dich konfrontiert und zur Rede stellt.

Was du tun kannst

Okay gut, zurück zu den Positiven Dingen. Zurück zu den Strategien, die ich dir zeigen will und mit denen du deinen Ängsten begegnen kannst. Damit Sie dir nicht länger Angst einjagen 😀

Glücklicherweise kannst du dir diese Strategien gut einprägen, denn aus der A N G S T heraus kreieren wir diese. Bedeutet, mit jedem Anfangsbuchstaben der Angst kannst du dir eine Strategie bauen.

Zur Übersicht habe ich dir hier zusammengefasst, wie du mit Angst umgehst:

A

AKZEPTANZ

Die Angst annehmen

N

NACHFRAGEN

Wer bist du? Wen brauchst du? Warum?

G

GEFÜHL

Welches Gefühl zeigt sich? Wahrnehmung!

S

SINN

Was macht hier wirklich Sinn? Innere Kritikerin!

T

TUN

Die Situation selbst kontrollieren, nicht anders herum

Verbinde die Phase der Angst mit diesen Lösungen: Akzeptanz, Nachfragen, Gefühl, Sinn und Tun. Wie du das im Einzelnen anstellen kannst? Hier hab ich dir mal ein paar Beispiele zu den einzelnen Punkten zusammengefasst:

AKZEPTANZ

Dein 5-Minuten-Deal

Ich schließe einen Vertrag mit mir selbst. Ich lasse die Angst 5 Minuten zu, gehe voll in sie hinein. Anschließend setze ich der Angst ihre Grenze. „Das ist genug!“

NACHFRAGEN

Nutze dein Einmachglas

Alle deine Unterstützerinnen, die dir einfallen auf einen Zettel schreiben und in einem Glas sammeln. So siehst du, dass du nicht allein bist. Unterstützerinnen können z. B. sein: Mut, Vertrauen, Zuversicht, Freundinnen, Eltern, Kinder, usw...

GEFÜHL

Finde die Partnerin der Angst

Welche Gegenspielerin, welches Gefühl, braucht deine Angst? Beispiel: Angst vor Schmerzen braucht das Vertrauen, dass du Schmerzmittel bekommst

SINN

Das Angst-Tagebuch

Die Angst-Momente im Tagebuch festhalten. So erkennst du, ob es häufig vorkommt oder es „normal“ ist. Damit du nicht das Gefühl hast, dass du permanent Angst hast. Welche Angst genau? Wo fühle ich die Angst? Ist diese Angst aktuell gerechtfertigt?

TUN

Tue etwas

So kontrollierst du die Angst. Finde Lösungsschritte, die du gehen kannst. So übernimmst du das Ruder und bist Chefin im Ring.

Dies sind meine besten persönlichen Begleiter im Umgang mit der Angst. Durch sie vermeide ich den Augenblick, in dem mich die Angst überrascht, aus ihrer Ecke herausspringt und mir einen heiden Schrecken einjagt. Durch sie sehe ich die Angst schon sehr viel früher, viel deutlicher und längst nicht mehr so düster, wie sie einmal war. Ja in manchen Momenten greife ich die Angst bei den Händen und tanze mit ihr.

Wir drehen uns, lächeln uns zu und wissen besser als alle anderen: Dies ist der Moment des Wachstums, der Moment der neuen Chancen eröffnet, der Moment der Erkenntnis und der Moment der Wahrheit. Genau jetzt kann etwas Neues beginnen. Genau jetzt kann ich mich verändern, noch mehr zu der Frau werden, die ich tief im Inneren bin. Noch mehr nach meiner wahren Natur leben und noch mehr mein Leben zum Leuchten bringen.

Das alles, wenn es gelingt, der Angst auf eine andere Art und Weise zu begegnen. Das alles, wenn du deine persönliche Strategie hast, mit deinen Ängsten umzugehen. Das alles, wenn du dich deiner Angst stellst und sie nicht als deine Gegnerin siehst.

Sie will deine Tanzpartnerin sein, nicht diejenige, die dir ein Bein stellt. Sie zeigt dir den Weg zu deinen Stärken. Sie zeigt dir den Weg, wohin du dich wenden sollst. Sie zeigt dir den Weg hinaus aus dem Dunkel, hinein ins Licht.

Vielleicht findest du auch noch andere Möglichkeiten, die dir helfen können, die fünf Strategien umzusetzen. Alles was dir hilft ist erlaubt! =D (Immer mit Rücksicht und Respekt vor dem Leben natürlich!) Lass dich leiten von deinen Wünschen und Träumen und sei kreativ. Widme dich den Tätigkeiten oder Dingen, die dir liegen, dir Spaß machen und dir Freude bringen. Dabei denke immer daran: ANNEHMEN, NACHFRAGEN, GEFÜHLE, SINN, TUN!

Und nun auf auf, hinaus ins Leben!

Von ganzem Herzen
Deine Anja

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